Wird die Technik zum täglichen Begleiter, dann ist es fast wie in einer Beziehung. Wird man voneinander getrennt ist es wirklich nicht das, was man sich wünscht. Wem der Vergleich mit der Beziehung zu unpassend ist findet vielleicht den mit der Dualseele besser. PC, Laptop, Fernseher und Smartphone bilden die Dualseelen zu meiner.
Aber mal ehrlich: Was wären wir ohne die Technik mittlerweile? Alles ist bereits schon (fast) sinnlos miteinander vernetzt. Und obwohl deswegen manchmal auch ohne Nutzen ist es Teil unseres Lebens. Fast zwei Monate hatte ich bis Mitte Februar ohne Smartphone zugebracht und ich muss sagen, dass mir die Cloud unterwegs sehr gefehlt hat. Ich fühlte mich unorganisiert, desorientiert, gelangweilt, ja beinahe unsozial! Und das alles nur wegen fehlender Technik? In gewisser Weise vielleicht schon aber zugegeben hat mir einfach meine besser organisierte Seite gefehlt. Alles in bester Ordnung: Termine im Google Kalender, Freunde bei Facebook, Aufgaben bei Springpad, Nachrichten bei Pulse, Kurzinfos bei Twitter, E-Mails unterwegs, die Kamera in der Hosentasche (konnte ich glücklicherweise durch eine Digicam ersetzen), Bahnverbindung prüfen, Navigation, und und und und und und…
Die Liste ist eigentlich endlos. Man beginnt tatsächlich irgendwann damit sich zuhause nicht mehr um bestimmte Dinge zu kümmern (hauptsächlich Organisatorisches), weil man das sowieso schon auf den Fahrtwegen (in der Bahn oder im Bus z.B) getan hat bzw noch tun kann. Denn schließlich kann Zuhause seine Zeit viel effektiver nutzen: kochen, putzen, Fernsehn gucken, essen, trinken, schlafen, kreativ sein, (und auch hier) und und und und und.
Um nochmal auf die Seelenverwandschaft bzw. die Dualseelen zurückzukommen fälle ich folgendes Urteil: Man wird sich (zumindest un naher Zukunft) nicht eine Seele mit seinem Smartphone teilen können aber zumindest kann die normale Seele mit der Smartphoneseele koexistieren.